Seefisch

Seefisch


Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts gab es in der Gemeinde Gera Lario 53 Berufsfischer auf 646 Einwohner. Diese Zahl bezeugt die Bedeutung, den Fisch von je her für die Küstenbewohner hatte. Die ursprünglich aus der Notwendigkeit der Bestreitung des Lebensunterhalts heraus entstandene Seefischerei hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erneuert und verleiht heute die Möglichkeit, in den kleinen Restaurants am See traditionelle Slow-Food-Fischgerichte zu verkosten und im Juni die charakteristischen dreieckigen Stangen zu sehen, auf denen die Maifische zur Herstellung der Missoltini getrocknet werden.
Diese traditionelle Küche wird durch weitere innovative und aus der modernen Fischverarbeitung hervorgegangene Spezialitäten ergänzt.
Hinsichtlich der Fangquote und des Geschmacks ist zweifellos die Felche die Königin des Sees. Risotto mit Flussbarsch ist das bekannteste Gericht des Comer Sees und dank dieses hochwertigen Fisches besonders schmackhaft. Aus der Verarbeitung des Maifischs entsteht ein wahres lokales Spitzenprodukt, der Missoltino, eine gesalzene und getrocknete Fischkonserve mit einem sehr salzigen, entschlossenen Geschmack. Weniger verbreitet, aber von Feinschmeckern sehr geschätzt sind dagegen der Zander, die Quappe und der Seesaibling. Letzterer verzeichnet immer höhere Fangquoten und ist ein optimaler Indikator für die Umweltqualität des Seengebiets, da er ausschließlich in kalten Wässern mit Sauerstoffvorkommen lebt. Aber auch die Präsenz der Seeforelle, einem Raubtier mit rosafarbigem Fleisch, ist ein Hinweis auf die hervorragende Gesundheit des Sees und Hochgenuss für jeden Gourmet.  
Wer all diese Delikatessen kosten möchte, hat die Qual der Wahl: romantische Restaurants am See, Trattorien in Panoramalage oder charakteristische, in den Felsen geschlagene Crotti. Wählen Sie Ihr Lieblingsrestaurants und lassen Sie sich überraschen.