Festung Fuentes

Festung Fuentes


Festungen Colico

Am 24. Oktober 1603 gab Pedro Enriquez de Acevedo, Graf von Fuentes, spanischer Gouverneur von Mailand den Startschuss zu den Bauarbeiten einer Festung. Diese sollte auf dem Hügel über dem Teilort Monteggiolo errichtet werden, da die Lage strategisch von grosser Bedeutung war und die Verbindungswege zum Veltlin und Valchiavenna bestens kontrolliert werden konnten. Nach den Ausgrabungen setzte ein Augustinermönch ein Holzkreuz an diejenige Stelle, wo eine Kirche errichtet werden sollte, hielt einen Gottesdienst ab und berief sich auf die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Artillerie. Der Entschluss, eine Festung so nahe der Grenze zu errichten, löste bei den Bündnern, welche mit den Franzosen und Venetiern verbündet waren, eine entschiedene diplomatische Reaktion aus. Diese Proteste brachten allerdings keine Ergebnisse. Die Spitze des Hügels wurde sogleich geebnet um eine Baufläche von 300 m Länge und 120 m Breite zu erhalten. Die Arbeiten zur Errichtung der Grundmauern und Türme wurden tags- und nachtsüber durchgeführt. Das notwendige Baumaterial wurde vor Ort gesammelt oder mit Booten von der Westküste des Sees herbeigeführt. An den Bauarbeitern waren 2000 Arbeiter unter der Anleitung von Militärarchitekten Gabrio Brusca beteiligt. Die Arbeiten wurden stetig von bewaffneten Militäreinheiten beschützt. Am Ende des Jahres 1606, nach ungefähr drei Jahren ohne Unterbrechung, war die Festung fertiggestellt. Die Festung ist eine u-förmige unregelmässige Anlage. Sie besteht aus den Unterkunftsräumen der Soldaten, dem Gouverneurspalast, der Kirche, einer Mühle mit Ofen, einigen Wassertanks und im Untergrund den Lagerräumen.
Zu den wichtigen Unterstützungsbauten gehörten der Turm von Sorico, der Turm des Passes, die kleine Festung Adda, der Turm Borgofancone, der Turm von Curcio und Fontanedo. Während zwei Jahrhunderten verteidigte die Festung die Grenze zwischen den spanisch besetzten Gebieten und den protestantischen Bündnern mit Stellungen im Veltlin. Die Bündner überzeugen 1796 Napoleon Bonaparte, als dieser die Macht in Mailand übernimmt, die Festung zu zerstören obschon diese inzwischen landwirtschaftlich genutzt wurde. Im Juli desselben Jahres erreichen hundert Pioniere aus Como unter dem Franzosen Rambeau die Festung und zerstören diese. Zwischen 1820 und 1859 finden in den Ruinen der Festung einige Räuberbanden Unterschlupf. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. plant die italienische Militärführung den Bau einer Festung im Pian di Spagna. Wegen seiner nicht idealen Lage wird die Festung Fuentes als Standort nicht mehr berücksichtigt. Der Hügel der Festung Fuentes wird allerdings als Beobachtungs- und Unterstützungsstellung der Festung Montecchio Nord einbezogen. Während des ersten Weltkrieges zwischen 1915 und 1918, wird auf dem Hügel der Festung Fuentes, eine Kanonenstellung, als Bestandteil der Verteidigungslinie „Linea Cadorna“, eingerichtet.
Heute ist die spanische Festung im Besitz der Provinz Lecco, in den Resten dieses geschichtsträchtigen Bauwerks erkennt man noch die ursprüngliche faszinierende Struktur und nicht zuletzt ist sie in der magischen Ruhe und Schönheit der Landschaft des Nordende des Comersees eingebettet.

(Textausschnitt aus Broschüre „Colico Outdoor”)


Öffnungszeiten
Geschlossen. Eröffnung im Frühling 2021. 
Der Zutritt außerhalb der Öffnugszeiten ist verboten. 
Gruppen können immer mit Reservierung die Festung besichtigen. Für mehrere Infos konkatieren Sie das Sekretariat.  

Eintritt
Erwachsene: € 5,00
Kinder 6-17 Jahre: € 3,00
Kinder bis 5 Jahre: kostenlos
Sammel Eintritt (Forte Montecchio Nord und Forte di Fuentes): Erwachsene € 10,00 - Jugendliche 6-17 Jahre € 6,00

Festung Fuentes

Via Forte Fuentes, 29 - COLICO
info@fortemontecchionord.it
www.fortedifuentes.it
+39 0341 940322


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