Alta Via del Lario

Alta Via del Lario


Cremia | Dongo | Dosso del Liro | Garzeno | Gera Lario | Gravedona ed Uniti | Livo | Montemezzo | Musso | Peglio | Pianello del Lario | Sorico | Vercana | Menaggio | Plesio mehr als 1000 m mehr als 10 Km mehr als 4 Stunden

Anfahrt
Anfahrt bis San Bartolomeo mit dem Auto: auf der SS 340dir Regina bis nach Gera Lario fahren, dann vor der Brücke des Flusses San Vincenzo rechts (wer von Domaso kommt nach der Brücke links) abbiegen und den Schildern nach Bugiallo folgen. Nach circa 3 km Steigung an einer Gabelung rechts fahren und auf einer schmalen, asphaltierten Straße bis San Bartolomeo weiterfahren (12 km von Gera Lario), wo die gleichnamige Kirche steht, an der man parken kann.

Eine herausfordernde und zugleich faszinierende Tour zwischen den wilden Gipfeln des westlichen Alto Lario ist die „Alta Via del Lario“, eine mehr als 50 km lange Trekking-Route, die drei Hauptetappen unterteilt ist. Die Route verläuft entlang des Bergrückens, der die Comer Seite von der Schweizerischen Seite trennt, und führt zum Teil über Pfade, die antike Almen miteinander verbinden.

Erste Etappe - San Bartolomeo-Capanna Como
Man nimmt den Pfad auf der Rückseite der Kirche des San Bartolomeo und folgt dem Hinweisschild für den „Sasso Canale“ und der Route der „Alta Via dei Monti Lariani“. Man tritt in den Wald ein und läuft bis in die Nähe der Alpe Pescedo (1560 m) wo man nach links in Richtung der Alpe di Mezzo (1540 m – 50 Minuten) abbiegt. Weiter geht es in Richtung des Gipfelpunkts einer großen Bergkante mit dem Namen „Terminone“, und dann bergauf bis kurz vor den Gipfel des Sasso Canale, den Sasso Bianco (2396 m). Läuft man weiter entlang des recht ausgesetzten Bergkamms, erreicht man den Gipfel des Sasso Canale (2411 m – 3 Stunden).
Von hier aus geht es bergab auf einem schwierigen Abschnitt über Platten und Felsen, bis der Weg wieder bis zum Passo Canale (2215 m) ansteigt. Der Weg führt weiter bis zur Basis der Ostwand des Pizzo di Ledù (2505 m), steigt dann an und führt zum Beginn des Klettersteigs des Ledù (PD, Pässe 2. Grades). Man klettert die Wand den Drahtseilen folgend nach oben, bis man das Tal Valle di Ledù (2418 m) erreicht und von hier folgt man einem einfachen Pfad und gelangt in kurzer Zeit zum Bivacco Petazzi und zum See Lago di Ledù (2241 m – 6 Stunden).
Man durchquert das Tal Valle di Ledù in einem kontinuierlichen Auf und Ab und erreicht Avertai (2206 m – 7 Stunden), einen grasigen Bergsattel, der zum Tal Val d’Inghirina führt. Nach dem Abstieg entlang der Alm und dem erneuten Aufstieg erreicht man den See Lago di Cavrigh (2130 m), von dem aus man in Richtung San Pio (2183 m – 8,5 Stunden) weiterläuft. Weiter geht es bergab in Richtung des Sees Lago di Darengo; dabei überquert man einen steinigen Kanal und einen Geröllstreifen und besteigt dann eine kleine Steilstufe, um schließlich die Hütte Capanna Como (1791 m – 9 Stunden) zu erreichen.

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Zweite Etappe - Capanna Como-Rifugio S. Jorio
Von der Capanna Como steigt man in Richtung Nordwesten bergauf und läuft weiter bis zum Passo dell’Orso (2152 m – 1 Stunde). Über einige künstliche angelegte Stufen gelangt man ins Tal Val Mugiam. Weiter geht es bergab bis zum Erreichen der Ruine von Avert Caurga (1968 m – 2 Stunden).
Auf und ab geht es weiter bis zum mächtigen Bergkamm mit dem Namen Schena di Mogn, der zum Mater de Paia gehört (2482 m). Ein vorgeschriebener Weg entlang eines kurzen Klettersteigs (PD, Pässe 2. Grades) führt auf die andere Seite, um nach unten zu gelangen. Man lässt den Avert Muggiolo (1981 m) hinter sich und läuft weiter in Richtung des Passo di Ciancabella (2180 m).
Man umrundet den Monte Cardinello (2520 m), steigt in Richtung Alpe Paina (1964 m) ab und gelangt dann über einen einfachen Pfad zur Alpe Malpensata (1880 m – 5,5 Stunden).
Von hier aus geht es bergauf zum Passo di Camedo (1973 m – 5,75 Stunden, Grenzstein und Hinweisschild) und betritt dann Schweizer Landesgebiet (Kanton Graubünden). Der Weg führt weiter nach links und man erreicht Bocchetta di Valstorna (2036 m), um dann weiter hinab bis unter die Berghänge des Monte Ganda Rossa (2213 m) zu fahren. Dann geht es weiter entlang eines bewaldeten Bergkamms hinab bis zur Alpe Roggio. Von hier aus läuft man weiter bis zu den Seen Laghetti di Roggio (1955 m 7h20), zwischen den zwei Seen hindurch und dann hinauf bis zur Bocchetta di Stazzona (2123 m – Hinweisschild - 8 Stunden). Sobald man wieder auf der italienischen Seite ist, geht es hinab in Richtung Avert di Possolo (1920 m – 8h30) und dann über den Karrenweg, der zum Passo San Jorio führt, bis zur Hütte Rifugio S. Jorio (1950 m – 9 Stunden).

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Dritte Etappe - Rifugio S. Jorio-Rifugio Menaggio
Von der Hütte Rifugio S. Jorio geht es abwärts zur Hütte Rifugio Giovo (1709 m - geschlossen). Dort folgt man einem leichten Saumpfad, der durch den oberen Bereich des Albano-Tals führt. Man erreicht die Hütte Rifugio Sommafiume (1784 m - 1h15), steigt wieder bergauf und läuft weiter in Richtung Bocchetta di Sengio (1994 m – 2h15). Den Gipfel des Sengio (2113 m) erreicht man über einige leichte Platten und teilweise erkennbare Pfadabschnitte und läuft weiter kurz über einen felsigen Weg bergauf bis zum Coul del Piz (2070 m – Hinweisschild). Man erklettert den Bergkamm und dann geht es hinab auf dem Weg, der die Nordseite umrundet, um dann wieder bergauf bis zum Buco del Pizzo (2115 m) zu führen. Von hier aus kehrt man zur Südseite zurück und nach einigen Kanälen erreicht man Bocchetta di Valmori (2053 m – 2h55), umrundet die Bergspitze Cima Pianchette (2167 m) und erreicht Bocchetta del Pertus (2082 m). Der Weg führt weiter an einigen Hügeln vorbei, genauer gesagt Bocchetta Careggio, Bocchetta di Malpensata und Bocchetta di Sebol (1986 m). Dann überquert man die Steilstufe des Monte Tabor und erreicht Bocchetta d’Ailgua (1958 m – 5h20). Von hier aus geht es weiter auf der Seite der Cavargna in Richtung des Monte Marnotto, bis man zu Bocchetta di Rozzo (2022 m) gelangt. Nach einer Querung nach rechts erreicht man Bocchetta di Senagra und steigt dann zum Gipfel des Monte Bregagno, auch dank der Hilfe einer Sicherung durch eine feste Kette. Man läuft weiter über die Wiesen bis zu kleinen Kirche S. Amate (1617 m). Weiter geht es immer geradeaus, bis man den Pfad hinab zur Hütte Rifugio Menaggio (1383 m) nimmt und das Ende der Route erreicht (8h15).
Von hier aus geht es hinab nach Breglia (etwa 1 Stunde), wo man den Linienbus nach Menaggio (Linie C13 Plesio–Menaggio) und von dort einen weiteren Bus nach Gera Lario (Linie C10 Como-Colico) nehmen kann, die beide von ASF Linee verwaltet werden.

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Anlaufstellen
- Bivacco Petazzi Ledù (2246 m) - Gemeinde Livo - Unbewacht - Ganzjährig geöffnet
- Berghütte Capanna Como (1791 m) – Gemeinde Livo – Unbewacht – Für Buchungen und Schlüssel: CAI Como www.caicomo.it - Info: +39 031 264177
- Berghütte Rifugio San Jorio (1980 m) – Ort Germasino, Gemeinde Gravedona ed Uniti - +39 349 7279924/+39 0344 30539 - www.rifugiosjorio.it 
- Berghütte Rifugio Sommafiume (1784 m) – Ort Sommafiume, Gemeinde Gravedona ed Uniti – Für Buchungen und Schlüssel: Pasticceria Tre Archi - Piazza Matteri, Dongo - +39 0344 80465 
- Berghütte Rifugio Menaggio (1383 m) – Ort Mason del Fedel, Gemeinde Plesio - +39 0344 37282/+39 327 8855090 - www.rifugiomenaggio.eu 

Hinweise
Der Schwierigkeitsgrad der Route ist EE (Escursionista Esperto - Erfahrener Wanderer), d. h. er ist empfohlen für gut trainierte Wanderer. Mit Ausnahme der beiden Klettersteige auf dem Ledù und der Passage zu Schena de Mogn des Mater de Paia trifft man auf der Route auf keine nennenswerten bergsteigerischen Schwierigkeiten.
Die Route ist durch Hinweisschilder sowie weiße und rote Markierungen gekennzeichnet.
Die in 3 Etappen unterteilte Route ist eventuell sehr lang und anstrengend, daher kann man sie auch in 5 Etappen einteilen (mit Übernachtung im Bivacco Ledù, Capanna Como, Hütte S. Jorio und Rifugio Menaggio).
Es wird empfohlen, angemessene Trekking-Ausrüstung und Lebensmittel für mehrere Tage mitzunehmen.

Warnhinweis
Vor dem Start einer Wandertour immer den Wetterbericht konsultieren.

Details

Startpunkt San Bartolomeo - SORICO
Ankunft Rifugio Menaggio - PLESIO
Länge Etwa 58 Km
Dauer 26h15
Schwierigkeitsgrad Schwer
Bodenbeschaffenheit Wanderweg und Trasse
Empfohlener Zeitraum Juni-September